„Eine Stunde Nachdenkens ist mehr wert als siebzig Jahre frommer Andacht. ..“

Bahá’u’lláh

Zitate aus dem Bahá’í-Schriftum

„Die Veröffentlichung edler Gedanken ist die dynamische Kraft in den Schlagadern des Lebens, ja die Seele der Menschenwelt. Die Gedanken sind unendlich wie das Meer, während die Auswirkungen und die wechselnden Umstände des Daseins den Wellen in ihrer unterschiedlichen Gestalt und räumlichen Begrenzung gleichen; erst wenn das Meer wogt, steigen die Wellen an und tragen die Perlen der Erkenntnis ans Ufer des Lebens.

´Bruder, du bist dein Denken allein,der Rest von dir ist nur Fleisch und Bein´ (Rúmí, Mathnaví) “ 

Abdul Baha

 

Sei freigebig im Glück und dankbar im Unglück.  Sei des Vertrauens deines Nächsten wert und schaue hellen und freundlichen Auges auf ihn. Sei ein Schatz dem Armen, ein Mahner dem Reichen, eine Antwort auf den Schrei des Bedürftigen, und halte dein Versprechen heilig. Sei gerecht in deinem Urteil und behutsam in deiner Rede. Sei zu keinem Menschen ungerecht und erweise allen Sanftmut. Sei wie eine Lampe für die, so im Dunkeln gehen, eine Freude den Betrübten, ein Meer für die Dürstenden, ein schützender Port für die Bedrängten, Stütze und Verteidiger für das Opfer der Unterdrückung. Laß Lauterkeit und Redlichkeit all dein Handeln auszeichnen. Sei ein Heim dem Fremdling, ein Balsam dem Leidenden, dem Flüchtling ein starker Turm. Sei dem Blinden Auge und ein Licht der Führung für den Fuß des Irrenden. Sei ein Schmuck für das Antlitz der Wahrheit, eine Krone für die Stirn der Treue, ein Pfeiler im Tempel der Rechtschaffenheit, Lebenshauch dem Körper der Menschheit, ein Banner für die Heerscharen der Gerechtigkeit, ein Himmelslicht am Horizont der Tugend, Tau für den Urgrund des Menschenherzens, eine Arche auf dem Meer der Erkenntnis, eine Sonne am Himmel der Großmut, ein Stein im Diadem der Weisheit, ein strahlendes Licht am Firmament deiner Zeitgenossen, eine Frucht am Baume der Demut.                       Bahá’u’lláh

 

Wie sieht man dem Ende einer Reise entgegen? Mit Hoffnung und Erwartung

So ist es auch mit dem Ende dieser Erdenreise. In der nächsten Welt wird der Mensch sich von vielen Unzulänglichkeiten, unter denen er jetzt leidet, befreit fühlen. Wer durch den Tod gegangen ist, lebt in einer eigenen Sphäre. Sie ist der unsrigen nicht entrückt: ihr Wirken im Königreich ist das unsrige. Aber sie ist geheiligt von dem, was wir Raum und Zeit nennen. Unsere Zeit wird nach der Sonne gemessen. Wenn es keinen Sonnenaufgang und keinen Sonnenuntergang mehr gibt, so gibt es für den Menschen auch nicht mehr diese Art von Zeit. Die Aufgestiegenen haben Merkmale, die sich von den Eigenschaften derer unterscheiden, die noch auf Erden sind. Doch besteht keine wirkliche Trennung zwischen ihnen.              Abdu’l Baha

„Die Altehrwürdige Schönheit hat eingewilligt, in Ketten gelegt zu werden, damit die Menschheit aus ihrer Knechtschaft erlöst werde, und hat es hingenommen, zum Gefangenen in dieser mächtigsten Festung zu werden, damit die ganze Welt wahre Freiheit gewinne. Er hat den Kelch des Leidens bis zur Neige geleert, damit alle Völker der Welt immerwährende Freude gewinnen und von Fröhlichkeit erfüllt werden. Dies gehört zur Barmherzigkeit eures Herrn, des Mitleidvollen, des Barmherzigsten. Wir nehmen es hin, erniedrigt zu werden, o ihr, die ihr an die Einheit Gottes glaubt, damit ihr erhoben werdet, und dulden mannigfache Leiden, damit ihr blüht und gedeiht, Seht, wie jene, die Gott Gefährten zugesellt haben, Ihn, der gekommen ist, die ganze Welt neu zu bauen, gezwungen haben, in der trostlosesten aller Städte zu wohnen!“

„O ihr, die ihr auf Erden wohnt! Das Unterscheidungsmerkmal für die Einzigartigkeit dieser höchsten Offenbarung besteht darin, dass Wir einerseits aus Gottes Heiligem Buche gelöscht haben, was die Ursache von Streit, Bosheit und Unrecht unter den Menschenkindern gewesen ist, andererseits die wesentlichen Vorbedingungen für Eintracht, Verständigung und völlige und dauernde Einheit niedergelegt haben. Wohl dem, der Meine Gesetze hält.

Immer wieder haben Wir Unsere Geliebten ermahnt, alles zu meiden, ja zu fliehen, was auch nur den Geruch eines Unrechts an sich hat. Die Welt ist in großem Aufruhr und der Geist ihrer Bewohner im Zustand völliger Verwirrung. Wir flehen zum Allmächtigen, dass Er sie gnädig erleuchte durch die Pracht Seiner Gerechtigkeit und sie befähige, dessen gewahr zu werden, was ihnen zu allen Zeiten und unter allen Umständen zum Vorteil gereicht. Er, wahrlich, ist der Allbesitzende, der Höchste.“
Baha’ullah

Wisse, daß die Wirklichkeit des Menschen die Wirklichkeiten der Dinge umfaßt und ihre Wahrheiten, Eigentümlichkeiten und Geheimnisse entdeckt. So wurden alle diese Künste und wunderbaren Sachen, diese Wissenschaften und Kenntnisse von der menschlichen Wirklichkeit entdeckt. Diese Wissenschaften, Kenntnisse, Wunder und Künste waren einmal verborgene und verhüllte Geheimnisse. Die menschliche Wirklichkeit entdeckte sie dann nach und nach und brachte sie aus dem Bereich des Unsichtbaren zur Ebene des Sichtbaren. Es ist daher klar, daß die Wirklichkeit des Menschen die Dinge umfaßt. So ist sie in Europa und entdeckt Amerika; sie weilt auf der Erde und macht Entdeckungen am Himmel. Sie enthüllt die Geheimnisse der Dinge und kennt die Wirklichkeiten des Daseins. Diese Entdeckungen, die der Wirklichkeit entsprechen, ähneln der Offenbarung, die geistige Einsicht, göttliche Eingebung und Verbindung mit dem Menschengeist ist. Zum Beispiel sagt der Prophet: „Ich sah, ich sagte, ich hörte dies und jenes.“ Daraus geht klar hervor, daß der Geist auch ohne die Vermittlung eines der fünf Sinne, wie der Augen oder Ohren, großes Wahrnehmungsvermögen hat. Unter geistigen Seelen gibt es geistiges Verstehen und Entdecken, eine Verbindung, die von Einbildung und Wahn geläutert ist, und eine Vereinigung, die über Zeit und Raum geheiligt ist.

Verstand und Denken des Menschen entdecken manchmal Wahrheiten, und von diesem Gedanken und dieser Entdeckung gehen sichtbare Zeichen und Ergebnisse aus. Dieser Gedanke hat eine Grundlage; aber viele Dinge kommen dem Menschen in den Sinn, die wie Wogen aus dem Meere der Einbildungen sind, sie tragen keine Frucht, und keine Wirkung geht von ihnen aus. Ebenso sieht der Mensch in der Welt des Schlafes ein Traumbild, das sich später genau verwirklicht; ein andermal sieht er einen Traum, der überhaupt keine Auswirkung hat.

O Diener Bahás! Opfere dich auf dem Pfade Gottes, nimm deinen Flug zum Himmel der Liebe zur Schönheit Abhá; denn von Liebe beseelte Bewegung zielt vom Umkreis zum Mittelpunkt hin, aus dem Raum zur Sonne des Alls. Vielleicht hältst du das für schwierig; aber ich sage dir, daß dem nicht so ist, denn wenn die bewegende, führende Kraft die göttliche Kraft der Anziehung ist, kann man mit ihrer Hilfe Zeit und Raum leicht und schnell durchmessen. Ruhm sei dem Volk Bahás.

Du fragst nach dem ewigen Leben und dem Eingehen in das Reich Gottes. Die Bezeichnung der äußeren Welt für dieses Reich ist „Himmel“; das ist aber ein Vergleich und ein Gleichnis, keine Wirklichkeit oder Tatsache, denn das Gottesreich ist kein stofflicher Ort, es ist über Zeit und Raum geheiligt. Es ist eine geistige Welt, eine göttliche Welt und der Mittelpunkt der Herrschaft Gottes; es ist frei vom Körperlichen und von allem, was stofflich ist, und ist geläutert und geheiligt über die Vorstellungen der menschlichen Welt. An den Ort gebunden zu sein, ist eine Eigentümlichkeit des Körpers und nicht des Geistes…

Betrachten wir nun die Seele: wir sahen, daß die Bewegung ein Wesenszug des Daseins ist und daß nichts, was Leben hat, bewegungslos ist. Die ganze Schöpfung, ob Mineral-, ob Pflanzen- oder Tierreich, ist gezwungen, dem Gesetz der Bewegung zu gehorchen. Sie muß entweder aufwärts oder abwärts steigen. Aber die menschliche Seele kennt keinen Abstieg. Ihre einzige Bewegung ist auf Vervollkommnung gerichtet. Nur Wachstum und Fortschritt machen die Bewegung der Seele aus.

Die Verschiedenheit der Art und der Stufe wird bei allen Menschen naturgemäß wahrgenommen, wenn sie aus dieser sterblichen Welt gegangen sind. Sie bezieht sich jedoch nicht auf den Raum, sondern auf die Seele und ihr Bewußtsein. Das Königreich Gottes ist über Raum und Zeit geheiligt; es ist eine andere Welt und ein anderes Weltall. Aber den heiligen Seelen ist die Gabe der Vermittlung verheißen. Wisse mit Bestimmtheit, daß in den göttlichen Welten die geistig Geliebten einander erkennen und Vereinigung miteinander suchen werden – eine geistige Vereinigung. Ebenso wird eine Liebe, die jemand für einen andern gehegt hat, in der Welt des Königreiches nicht vergessen werden. Desgleichen wirst du dort das Leben, das du in dieser irdischen Welt geführt hast, nicht vergessen.

Da Du sie schmücktest mit der Zier des von Dir vorgeschriebenen Fastens, so schmücke sie durch Deine Gnade und großmütige Gunst auch mit Deiner Annahme. Denn der Menschen Taten hängen alle von Deinem Wohlgefallen ab und sind bedingt durch Dein Geheiß. Solltest Du den, der das Fasten brach, als einen ansehen, der es hielt, so wird ein solcher Mensch zu denen gezählt, die seit aller Ewigkeit das Fasten hielten.

Sei dessen gewiß: Wer sich von dieser Schönheit wendet, wahrlich, der hat sich damit auch von den Boten der Vergangenheit abgewandt und ist hoffärtig vor Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Alle Manifestationen Gottes haben eine zweifache Stufe. Die eine ist die Stufe reiner Geistigkeit und Wesenseinheit. In dieser Hinsicht bist du, wenn du sie alle mit einem Namen benennst und ihnen dieselben Eigenschaften zuschreibst, nicht von der Wahrheit abgeirrt. So hat Er offenbart: »Keinen Unterschied machen Wir zwischen Seinen Boten«.¹ Denn sie alle rufen die Menschen dieser Erde auf, die Einheit Gottes anzuerkennen, und verkünden ihnen den Kawthar unendlicher Gnade und Güte. Sie alle sind mit dem Gewande der Prophetenschaft bekleidet und mit dem Mantel der Herrlichkeit beehrt. Darum hat Muhammad, der Punkt des Qur’án, offenbart: »Ich bin alle Propheten.«

„Sein Antlitz Gott zuzuwenden bringt Heilung für den Leib, den Geist und die Seele.“            Abdu’l-Baha


„Suchst du nach geistiger Ruhe, so wende dein Gesicht allezeit dem Königreich Abhá zu … Lasse weder deine Hände zittern noch dein Herz beunruhigt sein, sondern sei vertrauensvoll und standhaft in der Liebe deines Herrn, des Gnadenvollen, des Milden.“       Baha’u’llah


„Baue auf Gott, denn Seine Güte ist ewig, und auf Seine Segnungen, denn sie sind herrlich! O setzt euren Glauben in den Allmächtigen, denn Er irrt nicht und Seine Gunst währt ewiglich! Seine Sonne gibt dauernd Licht, und die Wolken Seines Erbarmens sind erfüllt vom Wasser des Mitleids, mit dem er die Herzen aller benetzt, die Ihm vertrauen. Die Schwingen Seines erfrischenden Windes tragen den verdorrten Seelen der Menschen ständig Heilung zu.“        Baha’u’llah


„Vertraue auf die Hilfe deines Herrn und erbitte, was du von den Gaben deines Herrn des Unumschränkten, wünschst.“        Baha’u’llah


„Sieh nicht auf deine Schwäche, nein, vertraue auf die Kraft des Heiligen Geistes. Wahrlich, er macht den Schwachen stark, den Geringen mächtig, das Kind mündig … und den Kleinen groß. “     Abdu’l Baha


„Sei nicht betrübt, wenn die Dinge schwierig werden und die Sorgen von allen Seiten überhand nehmen. Wahrlich, dein Herr wandelt Not in Trost, Sorge in Ruhe und Kummer in größte Gelassenheit.“       Abdul Baha

As to the fourth significance of sacrifice: It is the principle that a reality sacrifices its own characteristics. Man must sever himself from the influences of the world of matter, from the world of nature and its laws; for the material world is the world of corruption and death. It is the world of evil and darkness, of animalism and ferocity, bloodthirstiness, ambition and avarice, of self-worship, egotism and passion; it is the world of nature. Man must strip himself of all these imperfections, must sacrifice these tendencies which are peculiar to the outer and material world of existence.
On the other hand, man must acquire heavenly qualities and attain divine attributes. He must become the image and likeness of God. He must seek the bounty of the eternal, become the manifestor of the love of God, the light of guidance, the tree of life and the depository of the bounties of God. That is to say, man must sacrifice the qualities and attributes of the world of nature for the qualities and attributes of the world of God. For instance, consider the substance we call iron. Observe its qualities; it is solid, black, cold. These are the characteristics of iron. When the same iron absorbs heat from the fire, it sacrifices its attribute of solidity for the attribute of fluidity. It sacrifices its attribute of darkness for the attribute of light, which is a quality of the fire. It sacrifices its attribute of coldness to the quality of heat which the fire possesses so that in the iron there remains no solidity, darkness or cold. It becomes illumined and transformed, having sacrificed its qualities to the qualities and attributes of the fire.
Likewise, man, when separated and severed from the attributes of the world of nature, sacrifices the qualities and exigencies of that mortal realm and manifests the perfections of the Kingdom, just as the qualities of the iron disappeared and the qualities of the fire appeared in their place.
Every man trained through the teachings of God and illumined by the light of His guidance, who becomes a believer in God and His signs and is enkindled with the fire of the love of God, sacrifices the imperfections of nature for the sake of divine perfections. Consequently, every perfect person, every illumined, heavenly individual stands in the station of sacrifice. It is my hope that through the assistance and providence of God and through the bounties of the Kingdom of Abhá you may be entirely severed from the imperfections of the world of nature, purified from selfish, human desires, receiving life from the Kingdom of Abhá and attaining heavenly graces. May the divine light become manifest upon your faces, the fragrances of holiness refresh your nostrils and the breath of the Holy Spirit quicken you with eternal life. 

Das Geheimnis des Opfers

„Um es kurz zu fassen: Der Nachtfalter opfert sich dem Kerzenlicht, die Quelle dem Dürstenden, der aufrichtig Liebende dem Geliebten. Das Wesentliche dabei ist, völlig das selbst zu vergessen … das Wohlgefallen des Wahren zu suchen, nach seinem Angesicht zu verlangen und auf seinem Pfade zu wandeln … Dies ist die erste Stufe des Opfers.

Die zweite Stufe des Opfers ist folgende: Der Mensch muß wie im Feuer geschmiedetes Eisen werden. Die irdischen Eigenschaften des Eisens – Schwärze, Kälte, Härte – verschwinden völlig, während die Eigenschaften des Feuers – rote Lohe, Glut und Hitze -, die dem Königreich zugehören, sichtbar hervortreten. So hat das Eisen seine Eigenschaften und seinen Zustand dem Feuer geopfert und die Tugenden dieses Elementes erworben.  In gleicher Weise werden die Seelen die »Erlösten« der Sonne der Wahrheit sein, wenn sie, von den Banden dieser Welt, von menschlichen Unzulänglichkeiten, von tierischer Unwissenheit befreit … einen Anteil an den Segnungen des Raumlosen empfangen und göttliche Vollkommenheiten erlangt haben.     ‚Abdu’l-Bahá

Als erstes musst du nach Geistigkeit dürsten; dann lebe das Leben! Lebe das Leben! Lebe das Leben! Um diesen Durst zu bekommen, denke über das Leben nach dem Tode nach. Studiere die heiligen Worte. Lies deine Bibel, lies die heiligen Bücher und studiere besonders die heiligen Aussagen Bahá’u’lláhs.
Gebet und Meditation – nimm dir für beide viel Zeit. Dann wirst du diesen großen Durst spüren, und nur dann kannst du anfangen, das Leben zu leben! ‚Abdu’l-Bahá

Meditation ist der Schlüssel zu den Toren der Geheimnisse. In diesem Zustand löst sich der Mensch von sich selbst; er zieht sich in diesem Zustand zurück von allen Dingen der Außenwelt. In dieser subjektiven Verfassung taucht er ein in das Meer geistigen Lebens und kann die Geheimnisse der Dinge an sich enthüllen. Um dies zu veranschaulichen, denke man sich den Menschen mit zweierlei Sehvermögen ausgestattet: Wenn die innere Sehkraft angewendet wird, sieht das äußere Auge nicht.“ Bahá’u’lláh

„Jede Zeit hat ihr eigenes Problem, jede Seele ihre besondere Sehnsucht. Das Heilmittel, dessen die Welt in ihren gegenwärtigen Nöten bedarf, kann nicht das gleiche sein, das ein späteres Zeitalter erfordern mag.“  Bahá’u’lláh

persönliche Erlebnisse, Erfahrungen und Gedanken..“

Jeder Mensch ist verpflichtet sich mit den Lehren auseinander zu setzen. Die gewonnenen Erkenntnisse sind Ausdruck der Vielfalt und Grundlage für die Festigung der Einheit im Geiste des konstruktiven Dialogs und einer Haltung des gemeinsamen Lernens. Keinem ist jedoch gestattet seine individuelle Perspektive dogmatisch als die offizielle Ansicht des Bahá’í-Glaubens darzustellen. Dies widerspräche dem Geist des Bahá’ítums, welches keinerlei Klerus kennt.

Diese Inhalte sind individuelle Gedanken, die unverbindlich geteilt werden.

                                                                   Autor n.h.

Selbst wenn man sein Ziel gefunden hat, besteht die Suche nach ihr, der Wahrheit, weiter fort.

Man hat die Wahrheit und doch sucht man sein Verständnis nach der Richtigkeit und Stimmigkeit der eigenen Einstellung und daraus eingenommenen Haltung. So, als würde man seine eigene Position stets neu scannen und nach verbesserungs-würdigen Aspekten Ausschau halten. Die grundlegende Wahrheit wird dabei nicht mehr hinterfragt, nur der eigene Standpunkt und das eigene Verstehen der gehörten, wahr- und aufgenommenen und überdachten Aussagen.. . .

Nach vielen Monaten, bei anderen dauerte es Jahre, wie wiederum andere es nie erfahren werden, werden wir fündig und halten ein Buch in der Hand, welches uns genau das suggeriert, was wir suchen. Es lautet: >Beantwortete Fragen< und wurde als Mitschrift herausgegeben. Eine Mitschrift von Gesprächen die meist zur Mittagszeit stattgefunden haben. Man speiste und saß beim abschließenden Tee beisammen und sprach über dies und das – und auch über tiefgreifende Themen. Themen also, die einen innerlich bewegen gar aufzuwühlen imstande sind und deren Antworten man sehnlichst erwartet. Nicht jeder spricht jedoch gerne über Fragen von Leben und Tod, von Gott und der Welt oder Gut und Böse. Einige verhindern sogar Gespräche über die eigene Sterblichkeit des Geistes oder dem Leben der Seele und davon, wie alles im Wechselspiel des Zusammenhangs zu verstehen ist. Viele halten sich mit solchen Gedanken zurück, wollen nicht anecken oder als Spinner gelten – als müsste man sich so fühlen, nur weil man sich für Dinge, die außerhalb unserer alltäglichen Lebenswelt liegen, Offenheit signalisiert und sich interessiert.

Wie sieht es bei Dir aus? Sprichst Du mit jedem über Moses, Jesus,Zarathustra, Muhammad und Deine Aufzählung endet hier oder suchst Du weiter, weil es dir bei den althergebrachten Glaubensrichtungen an Modernität, an Aktualität mangelt und du mit den dort erhaltenen Antworten nichts mehr anzufangen weist? Dein heimischer PC steht besser im Update als der Glaube deines Elternhauses. Du siehst auch keine Verpflichtung genau den Glauben anzunehmen, den Oma und Opa, Onkel und Tante dir als Glaube oder Religion vorgelebt und deine Eltern ohne zu klagen übernommen haben. Früher war die Zeit so, dass der Klerus gleich welcher Färbung, „das Sagen hatte“. Man widersprach nicht, schließlich hatte die Priester und Pfarrer Autorität, sie hatten studiert und, so die damalige Meinung, wer studiert hat, der weiß alles. Anbetungen aus Tradition hat heute bei dir keinen Stellenwert – du -, du willst es genau wissen. Du suchst nach einem religiösen Update nach Antwort auf deine Fragen. Ich selber habe eine große Achtung vor den erzieherischen Bemühungen unserer Eltern und Großeltern, die uns eine gute Grundlage und Ausrichtung mit auf den Weg geben wollten und gegeben haben. Sie haben es so gut vollzogen, wie sie es nicht hätten besser machen können. Denn, hätten sie es besser gekonnt oder gekannt, dann hätten sie anders gemacht – und uns andere Schwerpunkte mit auf den Weg gegeben. So bleibe ich in Frieden mit meinen eigenen Vorfahren und kann mich in Liebe und Freude an Sie erinnernd zurückblicken.

Aber, vielleicht spürst du aber auch einen Mangel, dieses kindliche vom Glauben erfüllt sein, dass dir heute fehlt, deren Verlust du still und leise in dir beklagst – sicher einer der Gründe für Suchende, sich auf den Weg zu machen. Es sind einfache Fragen die ich stelle, die dich – so meine Hoffnung – ein wenig über diese Themen ins Nachdenken bringt. Vielleicht bist Du religiös, d.h. für mich, dass Kirche, Rituale, Kleidung, Gebräuche und Traditionen Dir viel geben; Du Dich dort gut und heimisch fühlst. Möglich, dass Dir dann diese Zeilen weniger bedeuten, weil eine Sorge mitschwingt, man könne dir dieses alles nehmen. Keine Sorge, niemand nimmt dir etwas. Vielleicht kannst du es als Geschenk betrachten, wenn in dir sich etwas Neugier breit macht und du einfach nur wissen willst, was zu sagen bereits im Raum schwebt? Du willst wissen, wohin der Schreiber dieser Zeilen, denn nun wirklich will?

Ich selber hatte mich nach vielen Jahren von meiner Kirche, wie ich sie nannte, abgewendet. Die Kindheit, die religiöse Erziehung und Ausrichtung war lange vorüber und ich war auf dem Weg des Suchens. Sri Aurobindo, Buddha und weitere Propheten, auch Gurus der damaligen Hippie-Zeit waren darunter. Selbst„Rajneesh“ Chandra Mohan Jain, besser als Bhagwang der westlichen Welt bekannt und der wegen seiner Steuerprobleme und überschwänglichen Geltungsbedürfnisses einen zweifelhaften Bekanntheitsgrad erhielt, befand sich darunter. Ihr Lebenswandel und ihre Ausstrahlung hatten es mir damals angetan. Einige fand ich interessant andere weniger. Einige ihrer Schriften las ich mehrfach, doch je länger ich mich mit ihnen auseinandersetzte, desto weniger hatten ihre Aussagen Bestand in meinem Herzen. Keinen Unterschied ich zwischen Propheten, Offenbarer Manifestationen, Heiligen und anderen Bezeichnungen. Sicher war ich trotz meiner Suche zu oberflächlich, schaute mehr darauf anstatt tiefer in die Themen einzudringen. Die erhaltenen Antworten hielten nicht lange stand und ihre Bücher wanderten alle ins Regal zurück. Anders bei dem oben genannten Buch. Ein Freund vergangener Tage reichte es mir mit dem Kommentar herüber, dass mich dies wohl interessieren könnte. Er sollte recht behalten, es interessierte mich und meine Absicht es romanhaft durchzulesen, versagte. Immer wieder begann ich die Kapitel erneut und wollte mehr verstehen, wollte verstehen was mich an den Zeilen so ansprach. Warum so viele neue Fragen in mir Raum ergriffen und ich mich immer häufiger am Schreibtisch von weiteren Büchern und Schriften umrahmt wiederfand. Es war als hätte ich die Tür zur Uni aufgestoßen und bekäme sie nun nicht mehr geschlossen, soviel gab es zu entdecken.

Er, der Beantworter der Fragen aus obiger Gesprächsrunde war ein bereits älterer Mann. Jahrzehnte begleitet er Seinen Vater. Auch als dieser ins Gefängnis von ́Akká festgesetzt wurde, wich Er nicht von seine Seite. Es war Bahá’u’lláh der ihm den Beinamen „Das Geheimnis Gottes“ gab und damit herausstellte, dass er eine besondere Position, eine herausragende Stellung einnahm und einnehmen wird im Verlauf der Zeit. Von seinem Vater wissen wir, dass er die Manifestation Gottes für dieses Jahrtausend ist und damit derjenige, der nach Beendigung der Prophetenschaft durch Muhammad (Er ist das Siegel der Propheten, beginnen mit Adamund endend mit Muhammad), die Manifestation Gottes, das Sprachrohr Gottes ist. Seinen Sohn, der bereits genannte ́Abdu’l-Bahá ernannte er frühzeitig zum Ausleger Seiner Schriften, damit die Menschen ein Führung in ihrem Leben erfahren und nicht auf den Abwegen von Traditionen und Aberglaube, Kulte und Riten, auf eine falsche, irrige Fährte gelotst werden. Die Erklärungen Abdu’l-Bahás umfassen Themen wie:

•über den Einfluss der Gottesoffenbarer auf die Entwicklung der Menschheit

•Erklärungen einiger christlicher Themen über die Kräfte und Seinsweisen der Offenbarer Gottesoffenbarer

•über Ursprung, Kräfte und Seinsweisen des Menschen

•und über verschiedene andere Themen…bei denen es um Gut und Böse, Zweierlei Arten von Qual, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes und div. andere Themen ging.

Er schließt mit der Notwendigkeit, den Lehren der göttlichen Offenbarer zu folgen – gerade dann, wenn Er der Stifter der neunten Universalen Weltreligion ist und der Beantworter aller bisher noch ungestellten Fragen unseres Jahrtausends ist. Die Worte ́Abdu’l-Bahás, als Er, nach der Beantwortung vieler Fragen und Behandlung verschiedenster Themen, von der Tafel aufstand waren:

>Ich widmete Dir Augenblicke der Ermüdung“ <. . .und ging seiner weiteren Arbeit nach.

Post scriptum: Dein Wunsch mehr darüber über uns, die Schriften und den Bahá‘ ́i-Glauben zu erfahren ermöglicht dir der Besuch unseres Zentrums auf der Feldstraße 32, in Düsseldorf, oder durch und über unsere Website oder die Websiten der offiziellen Organe, sowie durch unsere online durchgeführten Gesprächstreffen, Vertiefungen und Kurse-coronabedingt erfolgen alle Aktivitäten online -Änderungen der Regeln werden auf der Website bekannt gegeben. www.bahai.duesseldorf.de, www.bahai.org, www.bahai.de

 

autor nh/2021

Es muss was wunderbares sein, von Dir geliebt zu werden . . .

Während ich diesen Satz so in Gedanken versunken vor mich hin summe, schwingt noch die Melodie dieses Schlagers in meinen Ohren. Es muss was wunderbares sein . . . Welch‘ eine Sehnsucht schwingt in diesen Zeilen mit, welch‘ eine Erwartung wird dem Sänger bewusst.

Ja, . . . ist eine sonderbare Stimmung und ein . . .eigentümliches Gefühl, das sich in einem breit macht, wenn man feststellt, dass man geliebt wird, so wie man ist. Nicht die eigene Verstellung und gespielte Verdrehung der eigenen Persönlichkeit; nicht das besser dastehen wollen, als man ist,  sondern, dass die Persönlichkeit die das Leben gestaltet hat, geliebt wird. Nicht die nachsichtige Liebe der Eltern zu ihrem Kind, nicht die der Lebenspartner/Innen. Eine Liebe die alle Hochs und alle Tiefs des Lebens umfasst, dass man so wird, wie man genau – in diesem Moment – ist.
Alle Entscheidungen, alle gelösten und ungelösten Aufgaben, alle Fehler und Missgeschicke, haben ihren Beitrag daran. Ein Grundsatz der Individualpsychologie besagt, dass man so, wie man ist, gut genug ist; und dann schauen soll, wie und was man, mit diesem „so Sein“,  bewerkstelligen, erreichen oder erleben kann. Dies ist uns nicht neu… und doch kennst du das Lied und somit auch die aufkommenden Empfindungen.


Deshalb, genieße noch einen Augenblick die Worte und das dich begleitende Gefühl, dass du empfindest, bei der Vorstellung, wie wunderbar es sein muss. . . .
In einer Schrift, die auch als Heilige Schrift der Bahá’í und als Verborgenes Wort bezeichnet wird, steht die Aufforderung:

Liebe mich, damit Ich dich liebe.
Wenn Du mich nicht liebst,
kann meine liebe Dich niemals erreichen.
Erkenne dies o Diener!

Ich soll Ihn, den Beauftragten Gottes auf Erden, den Offenbarer und Manifestation Gottes lieben, damit Er einen Grund hat, mich zu lieben. Zuerst dachte ich, es sei meine Vorleistung, die ich zu erbringen habe, indem ich Ihn zuerst liebe und Er dann meine Liebe erwidert. Doch ich sollte mich irren. Seine Liebe ist es, die ständig, permanent, dauerhaft, hartnäckig, und man kann getrost alle weiteren Synonyme an dieser Stelle verwenden, denn Seine Liebe ist die Liebe die ständig fließt.
Ungefragt und ohne darum zu betteln fließt sie, wie der Strom an dem ich wohne durch mein Leben fließt. Sie fließt auf arm und reich, gesund oder krank, gut oder weniger gut. Jedoch von den Meisten unerkannt, unberücksichtigt und ungenutzt. Sie kommen nicht dazu den ersten Schritt zu wagen, der in Wahrheit der zweite ist, denn Seine Liebe fließt ja bereits; allein schon dadurch, dass er uns das Leben gab. Ja, auch ich vermute schon die ersten Zuhörer mit ihrem Widerspruch: „aber … die Eltern haben doch …oder? Wieso soll ich zuerst?

Fragen haben sie und sie haben ihre Ängste und Zweifel in eben solche Fragen gewandelt.

Ja, haben sie, doch denke bitte zu Ende, denn alles Erschaffene ist sein Werk, alles was ist, kam als Gedanke, Idee, Vision, Spirit und Kreativität Seiner Hände Werk ins Leben. Eltern sind nur das ausführende Organ und Werkzeug. Selbst die Natur macht nichts ohne seinen Auftrag, ist ausführendes Organ. Ein fremder Gedanke für die, die sich bisher nicht die Zeit zur eigenen Auseinandersetzung genommen haben; zu sehr mit der täglichen Arbeit und allen möglichen und denkbaren anderen Aufgaben betraut waren. Der denkbar fremdeste Gedanke für diejenigen, die sich selber als die Größten ansehen.
Doch auch für diejenigen wird die Zeit kommen, indem sie feststellen, dass alles anders ist als sie bis dahin gedacht haben, völlig anders. Keine Ahnung, ob es dann für einen Wandel, einer Umkehr noch rechtzeitig geschieht oder die Zeit vorüber und damit verpasst sein wird. Keinerlei Vorstellung mache ich mir von dem Moment, wenn man selber feststellt, dass man die Seite des Lebens gewechselt und in den geistigen Bereich getreten ist. Aber, ich will mich an dieser Stelle nicht verlaufen, indem ich zu viele Türen aufstoße, Türen, zu denen wir zu gegebener Zeit zurückkommen und nachsehen können, wie es denn dann sein wird.

Wirklich, es sind viele Fragen die sich auftun, wenn man den Mut hat den Blick in die eigenen Gedanken zu wagen und sich die ersten Fragen stellt oder gestellt bekommt. Bei dem einen ist der Tod eines lieben Menschen, der anscheinend völlig willkürlich, so erscheint es einem, aus dem Leben gerissen wurde, bei dem anderen ist es einer langer Krankheitsprozess, den er unfreiwillig und machtlos begleitet. Bei wiederum anderen ist es der Befund, des Arztes, der ihnen förmlich den Boden unter den Füßen wegzuziehen droht und, während sie sich noch im freien Fall befinden, stellen sich ihnen die ersten Fragen. Wer bestimmt dies, warum gerade ich, nie habe ich Böses getan, woher dann diese harte Strafe einer nicht zu besiegenden Krankheit. Usw. usw. Andere fallen einfach aus dem Leben, nein, nicht von der Brücke, einfach so durch ein Missgeschick der anderen; ein Autounfall weil ein anderer alkoholisiert mit dem Wagen fuhr, ein Sturz von der Treppe aus Unachtsamkeit, ein Schlaganfall oder ein Infarkt der sich aus heiterem Himmel einstellte.

Immer wieder ist der Mensch erstaunt, dass so kleine Dinge wie ein, ein Virus oder Thrombus,  Bakterium oder anderes dem Leben ein Ende setzen kann. Jetzt ist er so groß, so wichtig, so bedeutend, so ausgebildet, wie kann man gerade ihn durch so ein eher unwürdiges Kleinteil aus dem Leben schicken. Und wenn, wohin geht es dann?
Viele Fragen und nur wage Vermutungen, Spekulationen und Vorurteile, aber auch alte Bilder und Geschichten der Eltern und Großeltern, die immer noch in uns mitschwingen. Wenig Tagesaktuelles, wenig was in das Denken der heutigen Zeit als adäquat, als angemessen anzusehen ist. Naja, Da ist sie wieder, diese kleine Melodie. Es muss was wunderbares . . .
Aber wenn Er mich doch liebt, wieso lässt Er das denn alles zu? Wieso das alles?

Lieben soll ich Ihn. Lieben kann ich doch nur, wenn ich den oder die anderen verstehe. Um sie oder ihn zu verstehen muss ich mich mit ihm oder ihr auseinandersetzen. Muss lesen was Seine Boten uns überlassen haben, muss ins Gespräch kommen, sollte Fragen stellen und mich mit antworten vertraut machen, mich mit anderen austauschen, mit denen, von denen ich annehmen darf, dass sie sich weitaus besser auskennen. Darf meine eigene Meinung haben und auch vertreten, sollen doch – so eine weitere Forderung – die Meinungen aufeinandertreffen, damit die Wahrheit der Dinge sich zeigt! Was doch bedeutet, dass immer die Meinung gesagt werden muss, so man denn eine hat, die man sein eigen nennt. Also, nicht die Meinung des Gehörten oder Gelesenen, von Dritten übermittelte angebliche Wahrheit, nein. Darum geht es nicht. Es geht darum, dass die eigene Meinung durch Studium und Austausch Form angenommen hat und mit Vehemenz verteidigt bzw. genannt, geäußert und anderen mitgeteilt werden muss. Mitgeteilt werden muss als die eigene Ansicht über einen Sachverhalt. Dann vernimmt man die Gedanken der anderen dazu, ist weder sauer oder verärgert. Dies kann man nur sein, wenn man sicher ist die Wahrheit gepachtet zu haben, doch weit gefehlt – die Wahrheit stellt sich meist später heraus, wenn alle Meinungen gehört und überdacht wurden. Ist es möglich, dass es alles doch anders ist? – wird die uns begleitende Frage sein, welche uns zur Reflexion und erneutem Überdenken einlädt.

Seine Liebe fließt, einem Fluss wie erwähnt nicht unähnlich, durch unser Leben, unbemerkt, unbeachtet. Wer achtet schon den Rhein, wenn er direkt daneben wohnt und ihn täglich sieht. Wer einmal neben einem Zuggleis gewohnt hat, wird den Zug nicht mehr wahrnehmen, wird nächtens durchschlafen. Wer neben einem Dom sein Zuhause hat, ist vielleicht als gottlos zu bezeichnen, ob seines Lebenswandel; an dem die Wohnung in Domnähe nichts ändert. So ist unser Leben. Wir regen uns nicht ob unserer Dummheit und Kurzsichtigkeit auf, sondern wegen geringer Restriktionen aufgrund einer in Ausbreitung befindlichen Pandemie. Und doch bleibt es dabei: „Er liebt uns.“ Das wir ihn nicht beachten, kann Ihn nicht berühren. Dieser Mangel trifft uns, nicht Ihn. Wir sind es, die Seiner Liebe verlustig gehen, Er hingegen liebt alle Seine Geschöpfe auf Erden.

Sein Verborgenes Wort“ sagt, das mich Seine Liebe nicht nur nicht sondern >Nie< erreichen kann, so ich Ihn nicht liebe. Das bedeutet doch, dass mich Seine Gaben – aus Gnade (Mitleid, Erbarmen) zu uns und gerade auch zu mir ausgeschüttet – mich nicht erreichen, weil es mir an Liebe, Verständnis und Interesse mangelt. Nie habe ich die Zusammenhänge so gesehen. Hielt ich den Satz vor Jahren für vermessen, so halte ich ihn heute für mehr als angemessen, für klar und unzweideutig. Die Liebe der Eltern fließt ein Leben lang; Sie sind es, die für uns da sind, mit Interesse unseren Weg begleiten. Er sorgte bereits für uns, bevor wir ins Leben traten. Quellen heller Milch und Augen über uns zu wachen, sowie Herzen die uns lieben. Alles war da. Man kann im Leben die dümmsten Dinge anstellen, sie – die Eltern stehen dennoch hinter uns -, stehen uns mit mit Rat und Tat, mit Finanzen und Empfehlungen zur Seite. Sie werden Taten bestrafen und uns doch weiterhin lieben. Sie vermögen zu trennen zwischen Tat und Täter. Doch wenn wir sie nicht lieben, so werden uns ihre klugen und vernünftigen, liebevollen Hinweisen nicht erreichen – sie werden uns nicht erreichen, weil wir es nicht zulassen. Es klingt wie die  Zurückweisung angebotener Liebe, wie die Verweigerung von erwünschter Nähe und der Absage an aufgebrachtem Verständnis.
Der Offenbarer, Bahá’u’lláh, dem die Bahai in ihrer Lebensbewältigung und Lebensgestaltung als Richtschnur und Maßstab folgen, drückte es resoluter und kraftvoller aus:  ….. Meine Liebe wird Dich nie erreichen

Eine mehr als ernste und mehr als nur eine weise Empfehlung, viel mehr. Sie fordert von uns das Ablegen aller Vorurteile, es fordert die Ergreifung von Bescheidenheit, anderen den Vorrang zu lassen und aus dem Reich der Namen und der eigenen selbstgebastelten Wichtigkeit herauszutreten und die richtigen Fragen zu stellen. Let’s think about . . . quasi als generelle Aufforderung!!
Er fordert die Auseinandersetzung mit Seinen Thesen, Seinen Botschaften, Erklärungen und Darlegungen und in der Folge der Auslegungen der von ihm bestimmten Interpreten seiner Worte.

So sucht man Freunde oder Gleichgesinnte, Menschen die auf gleichem Weg unterwegs sind, welche die Wahrheit noch in diesem Leben zu ergründen, erforschen und fündig zu werden erhoffen. In diesem Sinne laden wir dich ein, dich an unseren Gesprächskreisen zu beteiligen, dich einzubringen, deine Fragen zu äußern und gemeinsam die Antworten zu formulieren und mit den Schriften in Abgleich zu bringen.  In diesem Sinne . . . es ist etwas wunderbares, von Ihm geliebt zu werden.
nh/2021

autor fr/2021

Einige Gedanken aus den Studienabenden in 2020 – das Leben hat pausiert und es mir ermöglicht, mit guten Freunden über Dinge die uns bewegten und geistige Themen auszutauschen.   Mein Dank gilt diesen wunderbaren Menschen

Das Tabernakel der Einheit«, verkündet Bahá’u’lláh »ist errichtet worden;

Der Mensch -Seele Geist und Verstand-

„Die oberste Stufe der Geisteskraft in der natürlichen Welt ist die Geisteskraft der mit Vernunft begabten Seele. An dieser Geisteskraft und an dieser Fähigkeit haben alle Menschen teil, seien sie unachtsam oder wachsam, ..Sie ist Gottes Schöpfung; sie umgreift und überragt die anderen Geschöpfe;.. Die Kraft der mit Vernunft begabten Seele kann die Wirklichkeiten der Dinge entdecken, die Eigentümlichkeiten der Geschöpfe begreifen und die Geheimnisse des Daseins ergründen. Alle Wissenschaften, Künste, Wunderwerke, Einrichtungen, Entdeckungen, Unternehmungen und alles Wissen kommen von der angewandten Geisteskraft der mit Vernunft begabten Seele. Es gab eine Zeit, als sie unbekannte, ungelöste Rätsel und verborgene Geheimnisse waren; die mit Vernunft begabte Seele hat sie nach und nach entdeckt und aus dem Bereich des Unsichtbaren und Verborgenen auf die Ebene des Sichtbaren gebracht.“

„Diese Kraft umfaßt alle Dinge, begreift ihre Wirklichkeit, entdeckt die verborgenen Geheimnisse der Schöpfung und beherrscht sie durch dieses Wissen. Sie begreift sogar Dinge, die äußerlich nicht vorhanden sind, das heißt geistige Wirklichkeiten, die mit den Sinnen nicht wahrnehmbar sind und keine äußere Existenz haben, weil sie unsichtbar sind; so umschließt sie den Verstand, den Geist, die Eigenschaften, den Charakter, die Liebe und das Leid des Menschen, die alle geistige Wirklichkeiten sind.“

Folglich dachte ich, alles in der materiellen Schöpfung muss ein Ausdruck des Geistes sein, der Stuhl entsteht erst in der Vorstellung bevor er materielle Form annimmt. Ist doch logisch!  Bedeutet gleichermaßen, dass alles was in der Schöpfung ist, ebenso Ausdruck dieser geistiger Prinzipien ist. Dieses Konzept zeigt in vielen Bereichen eine neue Perspektive auf, verändert bisherige Vorstellungen unter dem Einheitsparadigma. Das gilt sowohl für die philosophische Herangehensweise, wie auch die naturwissenschaftliche.

Schauen wir uns z.B. unsere Erbanlage an.. die sogenannte DNA. Sie ist in jedem Individuum eine eigene Schöpfung – eine einzigartige Kombination und wird von Generation zu Generation und das gesamte Leben lang in sich erneuernden Gewebe transkribiert und kopiert. Hierbei schleichen sich Mutationen ein und führen so zu neuen Erscheinungsformen. Wir gehen wissenschaftlich davon aus, dass diese Mutationen eigentlich durch Fehler beim Abschreiben entspringen und auch durch chemische und physikalische Einflüsse verstärkt werden. Anderseits aber ist hiervon jeder Fortschritt abhängig. Ohne Veränderung gäbe es keine Entwicklung.

Nun versuchte ich den Bogen zu den geistigen Prinzipien zu spannen.

Betrachten wir den nichtstofflichen Teil des Menschen…. Der Mensch wird mit einem Ego erschaffen, dieses Selbst „Nafs“ ist ein Bestandteil seiner Essenz.  Dieses Ego ermöglicht ihm den freien Willen. Ohne Ego würde er nicht entscheidungsfähig sein. Diese Eigenschaft ist nur ihm eigen. Alle anderen Geschöpfe unterliegen Instinkten. Nur wenn der Mensch frei ist, hat er die Wahl auch Mutationen zuzulassen. Das Ego lenkt ihn anderseits von seinem innersten Wesen ab. Stolz, Eitelkeit, Liebe und Hass beeinflussen seine Entscheidungen und machen ihn schwach.

Genauso muss er dann mit den Folgen seiner eigenen und den Entscheidungen anderer leben. Hier entsteht aus der geordneten Schöpfung, ein den Regeln der Thermodynamik folgendes entropisches chaotisches System, in dem der Mensch aufgrund Seiner Veranlagung keine Chance hat, unbeschadet zu bleiben.

…So vollkommen und umfassend ist Seine Schöpfung,…

Offensichtlich sind alle erschaffenen Dinge durch vollständige, vollkommene Verknüpfung miteinander verbunden, ……

Ebenso ist das endlose Weltall zu sehen: Auch dort herrscht unausweichlich eine allumfassende Kraft, die alle Teile dieser unendlichen Schöpfung regelt und steuert. Gäbe es diesen Regler und Steuerer nicht, wäre das Weltall voller Mängel und Fehler. Es wäre irrsinnig, während ihr doch erkennt, dass die unendliche Schöpfung ihre Abläufe in vollkommener Ordnung abwickelt, dass jedes Einzelteil seine Aufgaben ganz zuverlässig ausführt. Kein Fehler lässt sich in dem gesamten Ablauf finden.

„Und was, wenn dies gar kein Fehler ist?“ fragte mich mein guter Freund .. ja und er hat Recht : Es gibt keinen Fehler in der Schöpfung!

Also müssen wir uns die Funktionsweise dieses Mechanismus ganz anders vorstellen.  Alles Erschaffene wird unermüdlich auf seine Tauglichkeit geprüft. In der Natur nennen wir das Selektion. Diese Selektion ermöglicht es, dass gute Eigenschaften sich verbreiten.

Der Mensch lernt und wächst an Prüfungen und Schwierigkeiten, bezogen auf seine Entwicklung liegt also der Gedanke nahe, dass das Ego seine Selektion erst ermöglicht. Wenn wir Schwächen sehen, dann ist das gut so, sie müssen überwunden werden – egal in welchem Tempo – ein unaufhaltsamer Lernprozess.

Da diese Prüfungen nur am Ego ansetzen können, stellt diese Eigenschaft des Menschen gleichermaßen Sollbruchstelle und notwendige Voraussetzung für Wachstum in allen Welten Gottes dar.

O Sohn des Menschen! Wenn dich auf Meinem Pfad keine Trübsal befiele, wie könntest du die Wege derer beschreiten, die mit Meinem Wohlgefallen zufrieden sind? Und wenn keine Prüfungen dich heimsuchten in deiner Sehnsucht nach Mir, wie könntest du dann das Licht in deiner Liebe zu Meiner Schönheit erlangen?

Was bedeutet es für mich?   Es vermittelt viel Gelassenheit gegenüber allem was passiert – Geduld gegenüber Dingen, die noch nicht so weit sind; ja und auch Demut gegenüber meinen eigenen Lernaufgaben. Anderseits aber auch Gottvertrauen und Zuversicht!

Erkenntnisse die 2020 geweckt hat.

fr2021

autor rk/2021

Jesus Christus, Zarathustra, Moses, Krishna, Buddha, Mohamed. Wer hat Recht? Vielmehr: Wessen „Anhänger“ hat „Recht“? Ist „Recht“ die Wahrheit, so stellt sich die Frage, ob eine bestimmte Person sie „haben“ könnte. Wie könnten wir jemals etwas „haben“, wenn sie selbst uns hervorgebracht hat und doch allenfalls bis zu einem gewissen Grade einem Menschen zur Erkenntnis werden kann, darüber hinaus aber sein Fassungsvermögen übersteigt?

Hätten die großen Propheten gegen einander das Schwert gezogen oder sich über das Wunder gefreut, einander zu begegnen und sich austauschen zu können?

So bleibt uns anzuerkennen, dass wir alle nur Teile der Wahrheit erkennen und zugleich von einer Wahrheit stammen, die wir nicht ganz fassen können, sodass wir alle „im Recht“ sind, wenn wir in Austausch gehen.

Dieser Austausch ist das Prinzip der Liebe, welches alles Erschaffene möglich werden ließ und ermöglicht. Sie ist eine Konstante, die das Sein kennzeichnet.

Bahaullahs Botschaft an und für die Menschen erwächst aus Tiefen des Seins, welche wir nicht ermessen können. Können wir denn die Tiefe der Existenz eines einfachen Steines oder einer Blume „ermessen“?

Es bleibt, die Größe dieser Offenbarung zu spüren und sich weiter zu „entwickeln“

autor sv/nh/2021

Ein Vertrag, ein Eid oder ein Bündnis ist nicht nur ein Schlüsselbegriff eines feierlichen Bündnisses sondern auch eine vertragliche Vereinbarung zwischen den Menschen oder, wenn man es sich übergeordnet in seiner höchstmöglichen Form betrachtet, ein Bundesschluss mit Gott.

Die Religionen der Welt benennen Noah, Abraham und Mose als die Urväter. Sie gehen davon aus, dass Gott mit allen einen Vertrag schloss. Denn ein Bund wird vom Starken mit einem Schwachen gegründet und nicht umgekehrt. Denn der Starke reicht dem Schwachen die Hand zur Hilfe, Versöhnung, zur Stärkung und zum Beistand. Wurde ein Bund zuerst zwischen einem König und seinem Volk geschlossen, der eine bestimmte Verpflichtung beinhaltete, so ist festzuhalten, dass es sich nie um Vereinbarungen gleichrangiger Partner handelte. Was sich deutlich beim Bund Gottes mit Seinem Vertreter auf Erden, dem zeitlich begrenzten >Offenbarer seiner Zeit< und damit quasi zeichnungsberechtigt für Ihn handelte. Der ewige Bund mit Abraham schildert sein Zustandekommen wie folgt: Als nun Abraham neunundneunzig Jahre war, erschien ihm der Herr und sprach zu ihm:

Ich bin der allmächtige Gott; wandle vor mir und sei fromm. Und ich will einen Bund zwischen mir und dir schließen und will dich über alle Maßen ehren…

Die getroffenen Vereinbarungen fordern Abraham zur Verbreitung des Gottesglaubens auf. Noah soll nach den Geboten leben, Moses die Gläubigen in die Freiheit führen und in das gelobte Land führen. Diese Art Bündnis ist kein Exklusivrecht einiger weniger Offenbarer; denn wir finden Bündnisse auch bei den muslimischen Glaubensformen, bei den Aleviten, Bábis und zuguterletzt – bei der Offenbarung für dieses Jahrtausend – auch bei den Bahá’í, den Anhängern Bahá’u’lláhs.

Der Bund Mose kreist um Gott, der ihm sein göttliches Gesetz auf dem Berg Sinai übergibt. Um dies alles richtig ins Verhältnis zu setzen, ist es wichtig zu verstehen, dass der Bund Mose ein Bruch mit dem Bund Abrahams darstellt, so wie der Bund Jesu einen mit dem Bund Mose darstellt. Zur Aufgabe eines Offenbarer zählt, die Gebote und Gesetze der vorherigen Religion zu prüfen und der Zeit Seines Erscheinens anzupassen.

Sprachlich würden wir den Bund der vorherigen universalen Weltreligion als derogiert bezeichnen, also als juristisch aufgehoben betrachten, weil nämlich ein zeitlich begrenzter neuer Bund seinen Platz einnahm.

Dieser Bund stellt ein besonderes Verhältnis zwischen Gott und den Menschen dar. Er, der Bund, verspricht einen Heilzustand, wenn sie sich Ihm zuwenden. Also findet sich implizit darin verankert die Hinwendung zu den Geboten Gottes und seiner ewigen Führung und Begleitung, quasi als die Bedingung des Bundes. Diesem Bund kann man beitreten, – siehe Erklärungskarte (ist die Bestätigung, mit der man den Beitritt zum Glauben erklärt, nachdem man sich mit den
Grundlagen und Personen vertraut gemacht und deren Anspruch für dies Jahrtausend anzunehmen bereit ist
)
– oder auch fernbleiben, obwohl man sich dann auf Irrwegen und in Gottferne durchs Leben schlägt. Religionsgeschichtlich ist es interessant, dass der Bund vor einem Bruch schützen soll. Vollzieht jemand dennoch einen Bruch in diesem Verhältnis, und stellt sich so den Geboten und Gesetzen Gottes und Seines Botschafters quer, so kommt es zu den Katastrophen in der Geschichte. Unabhängig von denen, die das Bündnis brechen, bleibt der Bund selber ungebrochen.  

Man liest auch nicht selten, dass man sie als den neuen oder den alten Bund bezeichnet haben. Und, dass der Neuere stets besser war als der ältere Bund, was sicher dem Fortschritt der Menschheit zugesprochen werden muss, der dann andere feinere Abstimmungen erforderlich machen. Betrachtet man dies genauer, dann ist die Derogation2, die Ablösung und Aufhebung des alten Bundes – der alten Vertragsbedingungen, ein mehr als logischer Schritt und muss auf das Erscheinen des „Offenbarers für diese Zeit“ Anwendung finden. Lassen wir die derogierten Religionen hinter uns und wenden uns dem heutigen stand der Wissens um Religionen zu. Der Offenbarer für die heutige Zeit und die nächsten Jahrhunderte ist Bahá’u’lláh. Er erfuhr im Siyyáh Chál, einem Kerker in Teheran, die Kenntnis darüber, dass er durch  Sich und Seine Schriften Bekanntheit erringen würde. Er wurde von den damaligen persischen Herrschern und türkischen Machthabern des Osmanischen Reiches verbannt und von Teheran bis ins heutige Akká in Israel verbracht. Er offenbarte das, was zur Offenbarung anstand. Ein eruptiver Prozess einer aus ihm herausbrechenden Mitteilung der Dinge, die Er vor sich sah und aussprach. Seine Botschaften umfasste das Volk Persiens und auf Seinem Weg der Verbannung überzeugte er viele von Seiner Persönlichkeit, seinem angeborenen Wissen und Seinen Tablets; Schriften die er an Freunde und Feind adressierte um sie mit Seiner Botschaft zu verbinden und vertraut zu machen.

An dieser Stelle empfehle ich die tiefgreifende Literatur Seines Lebens und Seine Offenbarung zu studieren.

Was bedeutet der Bund jetzt für uns als Bahá’í? Die größte schwierige Phase in einem neu entstandenen Glauben ist die Phase, wenn der Offenbarer seine irdische Zeit beendet und ins geistige Reich aufsteigt. Die Schwierigkeiten zeigen sich dann im menschlichen Verhalten Seiner Anhänger; der Menschen, die sich darstellen als wären sie die einzig richtig Gläubigen; als wären sie die Treuesten Verfolger Seiner Lehren und dabei verfolgen sie doch nur ihre Eigeninteressen. Sie wollen die Anzahl der Gläubigen hinter sich wissen, wollen Anerkennung, Ansehen, Führung und fordern dementsprechenden und erheben ihren Anspruch, der jedoch auf keinerlei Grundlagen beruht.

Hinterlässt der Offenbarer des Wortes Gottes keinen Handlungsrahmen, kein Gebot und Gesetz, keine klare Regelung auf das, was nach Seinem irdischen Leben geschehen soll, dann besteht die Gefahr der Häresie, der Spaltung, bis hin zur völligen Auflösung seiner Gemeinschaft. Betrachtet man dies alles unter diesem Aspekt, dann stellt sich die Frage nach dem Dreh- und Angelpunkt. Ein Punkt, der an dem sich alles orientiert bzw. von dem aus man alles „aus den Angeln heben“ könnte. Wie umfassend, weitsichtig, wissend, göttlich inspiriert und begleitete sind dahingegen die Festlegungen des Stifters der Bahá’i-Religion. Bahá’u’lláh hinterließ der Welt sein Kitáb-i-´Ahd, Sein Testament und machte deutlich, dass der Sohn ´Abdu’l-Bahá seine Amtsgeschäfte zu übernehmen berechtigt sei. Er legte eine Reihenfolge der Söhne fest, die in Seinen Fußstapfen treten sollen, sofern sie sich nicht selber als unwürdig erweisen würden, die Gemeinde der Welt als Führer und Hüter zu übernehmen.

Er festigte die Fortführung Seines Glaubens durch die vorausschauende Einrichtung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit. Einer Institution die, göttlich im Willen zu bezeichnen ist. Dieses Haus glich in seinen Grundüberlegungen einem Schiff ohne Kapitän. Dieser Kapitän und die dazu gehörende Besatzung wird von den Gläubigen in der Welt in klaren Stufen und eindeutigen Regelungen gewählt und letztendlich durch die Ergebnisse der Wahl eingesetzt. Damit führte Er den Glauben in eine gesicherte Zukunft.

Dieser Rahmen für weitere Ausführungen ist an dieser Stelle leider begrenzt und es können nicht alle Aspekte, besonders der weiteren Bedeutung des Bundes und die der Wahl, ausreichend Erklärung finden; so empfehlen wir das Studium der Schriften oder auch unsere Treffen, in denen wir zu ausreichenden Erklärungen nicht nur die Gelegenheit sondern auch Raum und Zeit finden. Wir freuen uns über Dein Interesse und Kontaktaufnahme.

Eine Liste weiterführender und vertiefender Literatur kann gerne bei Interesse angefordert werden.

Musik / Video

„Ich bin die Sonne der Weisheit, das Meer der Erkenntnis. Ich ermutige die Schwachen und belebe die Toten. Ich bin das Licht der Führung, das den Weg erhellt. Ich bin der königliche Falke auf dem Arm des Allmächtigen. Ich entfalte die matten Flügel jedes verzagten Vogels und helfe ihm, sich aufzuschwingen.“

 
 

زبان خرد میگوید هر که دارای من نباشد دارای هیچ نه از هر چه هست بگذرید و مرا بیابید منم آفتاب بینش و دریای دانش پژمردگانرا تازه نمایم و مردگان را زنده کنم منم آن روشنائی که راه دیده بنمایم و منم شاهباز دست بی‌نیاز پر بستگان را بگشایم و پرواز بیاموزم

“ Versenkt euch in das Meer Meiner Worte, damit ihr seine Geheimnisse ergründen und alle Perlen der Weisheit entdecken möget, die in seinen Tiefen verborgen liegen. Hütet euch, daß ihr nicht wankend werdet in euerem Entschluß, die Wahrheit dieser Sache anzunehmen – einer Sache, durch welche Gott die Möglichkeiten Seiner Macht offenbart und Seine höchste Herrschaft errichtet hat. Eilt freudestrahlenden Angesichts hin zu Ihm! Dies ist der unveränderliche Glaube Gottes, ewig in der Vergangenheit, ewig in der Zukunft. Laßt den, der sucht, zu ihm gelangen! Was aber den betrifft, der ihn zu suchen verschmäht – wahrlich, Gott ist der Selbstgenügsame, erhaben über jede Not Seiner Geschöpfe.“

 


“ O Mensch mit zweierlei Sehvermögen! Schließe ein Auge und öffne das andere. Schließe das eine vor der Welt und allem, was darinnen ist, und öffne das andere für die geheiligte Schönheit des Geliebten. „

 


„O Gott! Erquicke und erfreue meinen Geist. Läutere mein Herz. Entflamme meine Kraft. Alles lege ich in Deine Hand. Du bist mein Führer und meine Zuflucht. Ich will nicht mehr traurig und bekümmert, sondern glücklich und fröhlich sein. O Gott, Angst soll mich nicht länger plagen und Sorge mich nicht quälen. Ich will nicht bei den Widrigkeiten dieses Lebens verharren.
O Gott! Du meinst es besser mit mir als ich selbst. Ich weihe mich Dir, o Herr.“

 


„Ich bitte Dich, o mein Herr, vergib mir jedes Gedenken außer dem Deinen, jeden Lobpreis außer dem Deinen, jede Wonne außer Deiner Nähe, jede Freude außer der Gemeinschaft mit Dir, jedes Entzücken außer Deiner Liebe und Deinem Wohlgefallen sowie alles, was mir zugehört und keine Verwandtschaft hat mit Dir, o Du, der Du der Herr der Herren bist, Er, der die Wege bereitet und die Türen öffnet.“
BÁB

 


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