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Bahá’í-Feiertag 12. Ridvan

1. Mai -19:00 - 20:30

Ridván der zwölfte Tag
Wir haben kaum ein Vorstellung von der Liebe und Bewunderung der Menschen in der Stadt Bagdad für Bahá’u’lláh. An diesem zwölften Tag jedoch brachen alle Rekorde. Für Freund und Feind wurde Seine Majestät und Größe offenkundig. Seine bevorstehende Abreise in die Verbannung an entlegenste Orte der Welt macht schnell die Runde. In Windeseile verbreitete sie sich und in einer großen Anzahl kam die Familie, die Freunde und in Scharen Seine Bewunderer, um ein letztes Mal ihre Zuneigung, Hochachtung und Verehrung zu bezeugen.
Najhib Pasha, eine Standesperson der Stadt wusste von der Verehrung und hatte Bahá’u’lláh rechtzeitig seinen Garten, den Najíbiyyih-Garten zur Verfügung gestellt. Die Erregung in der Stadt bezüglich Seiner weiteren Verbannung war so, dass man sagen kann die Stadt hatte so etwas noch nicht erlebt. Groß und klein, arm und reich, Handwerker und Männer von Bildung und Kultur füllten die Straßen, Wege, Häuser und Dächer. Sie jammerten und weinten über den Abschied des Mannes, der ihnen ein Jahrzehnt lang Seine Liebe, seine Herzenswärme und Seinen strahlenden Geist vermittelt hatte; Führer und Zuflucht für jeden war der Ihm begegnete. Aber auch für diejenigen, die mit der Seelenqual und dem Schmerz Seiner Anhänger nicht nachempfinden konnten, war es nicht zu übersehen, dass hier ein Mann außerordentlicher und herausragender Größe ihren Weg passierte. Sie sahen die Menschen sich vor ihm iederwerfen, in Tränen aufgelöst und voller Abschiedsschmerz.
Zweifellos waren dies auch für den Offenbarer selber herausragende Tage. Unzweideutig hatte er auf Seine Sendung hingewiesen, Seine Stellung zum Báb, Seinem Vorgänger, geschildert, erläutert und ein Bündnis mit Seinen Anhängern geschlossen. Anders als normal sterblich handeln Manifestationen Gottes völlig unabhängig von anderen Menschen; niemand kann, so Taherzadeh, Ihm helfen. Seine Seele ist nicht an die Grenzen der Menschenwelt gebunden, sein Geist nicht überwältigt, wenn Er sich einer Vielzahl von Problemen gegenübersieht. Widerstände unter deren Druck selbst der fähigste Mensch zusammenbrechen würde, lassen Ihn unberührt; Er kann Seine Gedanken auf jedes beliebige andere Thema umleiten:
„Nichts kann ihn hindern, sich mit irgend etwas anderem zu befassen.“
Seine Offenbarung, die längst begonnen hatte, nahm in jenen Tagen ihre öffentliche Position ein und diese wirkt in den kommenden Jahrtausend weiter.

Details

Datum:
1. Mai
Zeit:
19:00 - 20:30

Veranstaltungsort

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